Aktuelles aus der Partnergemeinde Saja

Saja bekommt von der tansanischen Regierung ein neues Gesundheitszentrum direkt neben der bereits existierenden Dispensary, und damit auch gleich neben der Lutherischen Gemeinde Saja. Die medizinische Versorgung ist in Tansania noch sehr lückenhaft. Die Versorgung nach Unfällen ist absolut unzureichend, und immer wieder sterben Leute an eigentlich gut heilbaren Gebrechen, weil einfach die grundlegende medizinische Versorgung fehlt. Da sollte die neue Krankenstation einen wichtigen Beitrag liefern.

Strom in Saja

Immer mehr Dörfer in Saja erhalten einen Stromanschluss, auch der Hauptort Saja hat jetzt Strom. Das ist ein großer Schritt nach vorn. Damit kann jetzt elektrisches Licht, das Laden von Handies, ein Fernseher u. ä. mit dem Strom aus dem Netz betrieben werden. Für Licht mit kleinen LEDs und für das Laden der Handies wurden bisher Solarmodule verwendet, für den Fernseher musste aber ein Stromgenerator mit Benzin betrieben werden. Auch der Kopierer und Drucker, den wir 2010 zusammen mit einem Stromgenerator mit dem Container nach Saja geschickt und dann dort installiert haben, kann jetzt direkt betrieben werden. Kochen mit Strom benötigt aber sehr viel
Strom, das wird noch einige Weile auf sich warten lassen, das gibt das tansanische
Stromnetz aktuell noch nicht her. In Tansania sind aber auch noch ein großer Staudamm und weitere Gaskraftwerke geplant.

Bitten aus Saja für unsere Unterstützung

Ein Wunsch aus Saja, der sich aus diesen neuen Möglichkeiten ergibt, ist ein Stromanschluss für die mit unserer Hilfe errichtete Berufsschule mit Kindergarten. Insbesondere für die Schreinerwerkstatt wäre es sehr interessant, jetzt elektrische Werkzeuge zur Holzbearbeitung nutzen zu können.

Das Elektrizitätswerk erstellt aber nur einen Stromanschluss in der Mitte des Dorfes. Die Schule liegt ungefähr einen Kilometer davon entfernt. Diese Strecke muss über Holzmasten und Hochkabel überbrückt werden, und dies muss selbst finanziert werden. Unsere Partnergemeinde hat beim Elektrizitätswerk nach den Kosten angefragt, die Antwort steht aber noch aus.

Ein weiteres Anliegen unserer Partnergemeinde ist die Errichtung eines Hostels. Da die Krankenstation nur für die medizinische Versorgung zuständig ist, Verpflegung und Hygiene aber von Familienangehörigen erledigt werden müssen, ist ein Bedarf für ein Unterkunftshaus gegeben. In Tansania gibt es keine Kirchensteuer, daher sind die Gemeinden dort immer bemüht, sich neue Einkommensmöglichkeiten zu erschließen.

Ansonsten möchten wir weiterhin Ausbildungsmaßnahmen fördern, wie Schulmaterial für arme Kinder an allen 11 Schulen in Saja und das Gehalt für die Kindergärtnerinnen. Dazu eine Ausbildungsbeihilfe für die Kinder der Evangelisten, welche immer noch ein recht geringes Gehalt bekommen.

Wir bitten weiterhin um Ihre Unterstützung!