Ökumene

Der Begriff Ökumene bedeutet ursprünglich: „Die ganze bewohnte Erde“. Sprechen wir von Ökumene, so denken wir in erster Linie an die Vielfalt der christlichen Konfessionen auf der Welt.
Im Konkreten sind unsere Dauerthemen die gemischtkonfessionellen Familien, ein gemeinsames Abendmahl oder die gegenseitige volle Anerkennung der Kirchen. Freilich können wir als Christen in Waldperlach und Putzbrunn auf diese großen Themen wenig Einfluss nehmen.

Bei uns vor Ort prägen andere Themen das ökumenische Zusammenleben. Die Ökumene ist ein Pflänzchen, das schon vor dem Bau der Jubilatekirche im Jahre 1986 zarte Triebe hatte. Aus diesen sind nun zum Teil schon große Äste geworden. Vieles ist inzwischen selbstverständlich: unsere katholischen Schwestergemeinden St. Bruder Klaus (Waldperlach) und St. Stephan (Putzbrunn) richten Grußworte an unsere Konfirmanden und wir umgekehrt an die
Firmlinge, am Buß- und Bettag, bei der Gebetswoche zur Einheit der Christen, beim Weltgebetstag im März und zu vielen anderen Gelegenheiten feiern wir gemeinsam Gottesdienste, wir verreisen gemeinsam, Kinderbibelwochen und -tage sowie Schulgottesdienste sind selbstverständlich ökumenisch, ebenso die Männerstammtische und Veranstaltungen in der „Woche der seelischen Gesundheit“ und die katholischen Pfadfinder bringen uns das Friedenslicht von Bethlehem.

Die Waldperlacher Kindergärten St. Bruder Klaus und „Arche Noah“ stehen zwar unter konfessioneller Trägerschaft, sind aber natürlich für Kinder aller Konfessionen offen (ebenso wie übrigens für konfessionslose). Trauungen mit Seelsorgern verschiedener Konfessionen sind längst selbstverständlich, ebenso wie regelmäßige Treffen der hauptamtlichen Mitarbeiter der katholischen und evangelischen Gemeinde. Der Höhepunkt des ökumenischen Zusammenlebens war im Jahr 2010 der Zweite Ökumenische Kirchentag, der für Waldperlach und Putzbrunn in bester Zusammenarbeit der Gemeinden geplant und ausgerichtet wurde.

Lassen Sie uns auch in Zukunft das Pflänzchen Ökumene hegen und pflegen, damit es weiterhin wächst und blüht – zum Wohl der Menschen und zum Lob unseres Gottes.