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Im Gespräch mit Katharina Hübner

Jubilatekirche München Waldperlach und St. Martin Putzbrunn (im Ökumenischen Kirchenzentrum)

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Kernaufgaben/Grundangebot:

Gemeindeleben:

Etschel.(2)

 

Unsere evangelische Kooperationseinrichtung “Arche Noah” blickt 2008 auf ihr fünfjähriges Bestehen zurück. Das ist uns ein willkommener Anlass, um mit ihrer Leitung ein Gespräch zu führen, gemeinsam auf die kurze Vergangenheit zurückzublicken und einen Ausblick auf die Zukunft zu werfen.

In vergleichsweise kurzer Zeit hat die Einrichtung in der Waldperlacher Elternschaft einen guten Namen erworben. Herzlichen Dank an alle, die dazu beigetragen haben.

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G:

Seit fünf Jahren besteht die Kooperationseinrichtung „Arche Noah“. Sie waren von Anbeginn dabei. Heute leiten Sie die von der Jubilategemeinde gegründete Einrichtung. Wie kam es, dass Sie in so jungen Jahren solch eine verantwortungsvolle Position bekleiden?

H:

 

Damals war alles neu: Das Gebäude, die Anlage, die Einrichtung und auch das nötige Personal. Dem Trägerverein der Jubilatekirche gelang es, ein  junges, gut ausgebildetes und verantwortungsbewusstes Team zu bilden, das  mit großem Elan die neugestellte Aufgabe anging.

Was mich betraf, war ich zunächst drei Jahre als stellvertretende Leiterin tätig, bevor mir 2006 die Stellung als Leiterin der Einrichtung angeboten wurde.  Ich sagte zu und bin heute noch dankbar für das vom Trägerverein der Kirchengemeinde entgegengebrachte Vertrauen. Ich kannte von Beginn an die Personen und Strukturen - sowohl im Team als auch im Umfeld - sehr genau, was mir die Entscheidung für diese verantwortungsvolle Aufgabe leicht gemacht hat

 

G:

Lassen Sie uns noch etwas wissen über die Zeit davor. Wo wurden Sie groß? Wie verlief Ihre Kindheit? Wie war Ihre schuliche und berufliche Entwicklung? War Ihr Berufsziel früh erkennbar?

H:

 

In meinem Elternhaus in Landsberg/Lech wuchs ich im Kreis zweier älterer Brüder auf. Noch heute besteht ein enger und regelmäßiger Familienkontakt untereinander, - Mit vier Jahren stand für mich fest, dass ich den Beruf der Erzieherin ergreifen will. Andere Kinder hatten es mir angetan. Diesen früh gefassten Berufswunsch verfolgte ich beharrlich: Nach der Mittleren Reife in Schongau ging ich zur Fachakademie für Sozialpädagogik nach München. Als staatlich anerkannte Erzieherin fand ich meine erste Anstellung in der Kindergartenstätte des Krankenhauses Schwabing.. Nach drei Jahren erster Berufspraxis bewarb ich mich um den Posten  der stellvertretenden Leiterin in Waldperlach und wurde genommen.

Was als Kind ein vager Berufswunsch war, hat sich bewahrheitet. Heute ist es die Gewissheit, dass ich für mich die richtige Wahl getroffen habe.

 

G:

Ganz etwas anderes: Wie verbringen Sie Ihre Freizeit, wenn Sie nicht von „ihren“ Kindern umgeben sind? Was sind Ihre Hobbies?
 

H:

 

Ich genieße es sehr in München zu leben. In meiner Freizeit erkunde ich zu Fuß oder per Rad die Stadt und ihre Umgebung gemeinsam mit meinem Freund  immer wieder aufs Neue. Ich besuche regelmäßig ein Fitnessstudio.  Darüber hinaus ist es mir wichtig,  Zeit im Kreis meiner Familie und meiner Freunde zu verbringen.

G:

Nach den Fragen zu Ihrer Person und Ihrem persönlichen Werdegang würde ich gerne noch etwas über Ihren jetzigen Wirkenskreis erfahren: Was unterscheidet eine Kooperationseinrichtung wie die Arche Noah von einer Kinderkrippe oder einem Kindergarten im herkömmlichen Sinn?

H:

 

Die Arche Noah betreut und fördert Kinder im Alter von neun Wochen bis zum Schuleintritt “unter einem gemeinsamen Dach”. Alltäglich bieten wir den Kindern an, sich untereinander auch in altersmäßig unterschiedlicher  Zusammensetzung zu treffen, um so etwas von den älteren, aber auch umgekehrt von den jüngeren  zu lernen. Respekt und wertschätzender Umgang miteinander werden so frühzeitig in der Praxis geübt. Dabei steht die ganzheitliche Förderung im Vordergrund, wie es der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan vorsieht.

G:

Was macht einen kirchlich orientierten Kindergarten aus? Welche Rolle spielt die konfessionelle Zugehörigkeit der Kinder/Eltern?

H:

 

Wir vermitteln den Kindern christliche Werte im gesamten Jahreskreis. Die Achtung vor dem Leben, der Gedanke der Nächstenliebe, die Solidarität und Bereitschaft, Verantwortung zu tragen, werden den Kindern in liebevoller Form vermittelt. 

Fortbildungen in religiösen Themen für das Team und Gottesdienste für die Kinder werden von unserem Pfarrer, Herrn Gruslewski, durchgeführt. Ähnlich wichtig sind die regelmäßigen Gemeindekontakte mit den Senioren, dem Posaunenchor oder der „Lese-Oma“, Frau Weber. Mehr über unser evangelisches Profil finden Sie im Internet unter www.jubilatekirche.de.

Für uns als Team und Leitung der Einrichtung ist  es dabei von unschätzbarem Wert,  alle nur denkbare Unterstützung des Trägervereins der Jubilategemeinde  - mit Pfarrer Gruzlewski und Herrn Müller an der Spitze - zu erfahren.

Und zur zweiten Frage: Als Einrichtung mit einer Betriebsträgerschaft der Stadt München können sich bei uns Kinder und Eltern aller Kulturen und Religionen um einen Platz bewerben.

 

G:

Was schätzen Sie an der von Ihnen stark geprägten Einrichtung besonders? Gelingt es Ihnen, die Eltern in die tägliche Arbeit mit einzubeziehen?

H:

 

Mich macht es stolz, dass wir gemeinsam in den fünf Jahren schon viel erreicht haben. Jedes Mitglied unseres jungen und motivierten Teams bringt sich mit seinen Ideen und Fähigkeiten in den pädagogischen Alltag ein. Das zeigt sich in den zusätzlichen Angeboten, wie den gruppenüber-
greifenden Workshops, dem wöchentlichen Singkreis und dem „Club 2008“ für unsere Vorschulkinder.

Am meisten freut es mich zu merken, dass sich die Kinder wohlfühlen. Und dieses Gefühl überträgt sich und motiviert das gesamte Team. – Eine große Rolle spielen die Eltern: Die enge Zusammenarbeit und der Austausch mit den Eltern ist uns sehr wichtig. Jedes Jahr im Herbst wird ein neuer 12-köpfiger Elternbeirat gewählt, der bei der Planung z.B. von Festen, Flohmärkten und Ausflügen mithilft. Außerdem gibt es Elternabende, Einzelgespräche, Aushänge, unser Magazin „Noahs Flaschenpost“ und unser Internetportal, um für die Eltern präsent zu sein.

 

G:

Was wünschen Sie sich für Ihre Arbeit, wenn Sie ein Wunsch frei hätten?

H:

 

Mein Wunsch ist es, dass die Kinder – nachdem sie in die Schule gekommen sind – gerne und glücklich auf die gemeinsame Zeit zurückblicken und einige wichtige Dinge fürs Leben gelernt haben.

G:

Ich schließe mich Ihrem Wunsch gerne an und bedanke mich für das Gespräch.

 

(das Interview führte Jobst Gerth vom infokomm)