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Zur Person - Eberhard Patzak

Jubilatekirche München Waldperlach und St. Martin Putzbrunn (im Ökumenischen Kirchenzentrum)

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Herr Eberhard Patzak hat es dankenswerterweise übernommen, die Arbeit des bisherigen Partnerschaftsbeauftragten Jürgen Leser fortzuführen.  Die Probleme der dritten Welt sind ihm nicht fremd: Seine Auslandsreisen haben ihn bereits jetzt auf drei verschiedene Kontinente geführt. Er hat vieles gesehen und erlebt - auch das einfache Leben und die bittere Armut. Seit Herbst 2007 ist er regelmäßig  in seiner  Eigenschaft auf den Weg nach Saja , um auch so persönliche Kontakte zu knüpfen.

Patzak, Eberhard(1)Da mich viele in der Gemeinde noch nicht kennen, einige Worte zu meiner Person: Ich bin 55 Jahre alt, verheiratet, und habe eine 17-jährige Tochter. Geboren und aufgewachsen bin ich in Lübeck, in Karlsruhe habe ich Wirtschaftsingenieurwese n studiert. Der Beruf führte mich dann nach München, wo ich im IT – Service bei einem großen Elektrokonzern arbeite. In zwei Jahren werde ich in den Vorruhestand gehen.

Seit etwa 30 Jahren lebe ich in München, seit 10 Jahren in Waldperlach. In meiner Freizeit singe ich im Jubilate-Chor, fahre mit dem Fahrrad oder wandere in den Bergen; beschäftige mich mit meinem PC oder lese ein gutes Buch. Ansonsten reise ich recht gern

Ich übernehme diese Funktion als Missionsbeauftragter sehr gerne. Folgende Gedanken bewegen mich dabei:

Mit etwa 30 Jahren habe ich einige Reisen in die sogenannte dritte Welt unternommen. Ich war dabei in Asien in Indien und in Nepal, in Südamerika in Peru und Bolivien, und auch in Afrika in Kenia und Tansania. In Tansania habe ich damals den Kilimandscharo bestiegen und zwei Nationalparks besucht. Die letzte größere Reise hat mich vor zwei Jahren nach Nepal und Tibet geführt. Das waren Treckingreisen, also Wanderreisen, die auch in recht abgelegene Gebiete führen, in denen man in Kontakt mit den dort lebenden Einheimischen kommt. Es war einerseits beeindruckend zu sehen, dass viele Leute, die nach unseren Vorstellungen in großer Einfachheit leben, dennoch eine große Fröhlichkeit und innere Ruhe ausstrahlen, die uns in unserer Kultur mit ihrer Hektik etwas verloren gegangen ist.

Auf der anderen Seite habe ich auch wirklich schlimme Armut erlebt, am schlimmsten habe ich es in den indischen Großstädten empfunden. Dieser wirkliche gewaltige Unterschied zwischen Arm und Reich hat mich sehr bewegt. Ich habe seitdem Entwicklungshilfe als eine wichtige Aufgabe gesehen diese auch unterstützt.

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Wenn ich jetzt die Gelegenheit erhalte, auch noch einen direkten, persönlichen Beitrag auf diesem Gebiet leisten zu können, so ergreife ich diese Gelegenheit gerne. Am besten ist eine Unterstützung, die in möglichst direkter Zusammenarbeit von kleinen Gruppen stattfindet. Da empfinde ich diese Zusammenarbeit von den zwei Gemeinden Saja in Tansania und der Jubilategemeinde in Deutschland als den richtigen Weg.

Dennoch ist für uns sehr schwer zu beurteilen, was in Saja gebraucht wird und hilft. Dazu ist ein persönlicher Kontakt auch sehr wichtig. Aus unserer Gemeinde werden Frau Vitzthum und ich im November nach Saja reisen und den direkten Kontakt zu unserer Partnergemeinde aufnehmen.

Wichtig ist darüber hinaus, dass die Missionsarbeit die Arbeit einer Gemeinschaft ist. Viele haben schon Jürgen Leser bei seiner Arbeit unterstützt, ich bitte Sie ganz herzlich um die Fortsetzung dieser Unterstützung. Das nächste Treffen des Partnerschaftsausschusses unserer Gemeinde wird voraussichtlich im November 07 stattfinden. Interessierte können sich gerne per Mail oder telefonisch bei mir melden.

Jürgen Leser wird auch die Containersammlung dankenswerterweise noch übernehmen, solange ich noch im Beruf bin. Der Container wird sicher auch weiterhin ein Schwerpunkt der Aktivitäten sein, aber er gibt sicher auch noch weitere Möglichkeiten. Ich lade alle Interessierten zur Mitarbeit und Unterstützung ein, durch einen finanziellen oder persönlichen Beitrag, jeder nach seinen Möglichkeiten und Neigungen.

Im letzten Brief aus Saja wurden wir um eine Unterstützung für die Reparatur eines defekten Mopeds gebeten. Der dortige Pastor, Mr. Kaduma, hat 12 umliegende Dörfer zu betreuen. Dabei ist ein motorisiertes Fahrzeug sicher eine wichtige Hilfe. Eine weitere Bitte bezog sich auf die Unterstützung der Reparatur des Gemeindehauses, in dem auch der Pastor lebt. Auch wollen wir die Ausstattung mit Solarlampen aufgrund der Bitten aus Saja weiter unterstützen. Die nächste Container-Sammlung findet Ende September statt.

Eberhard Patzak

aktualisiert: Montag, 10. Oktober 2011