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Die Verkündigung des Evangeliums („promissio“) dient dabei dem Zweck, sich nach einer oft
anstrengenden Woche zu sortieren, Kraft zu schöpfen und sich im Sinne des Wortes Gottes in der neuen Woche zu orientieren. Die Feier des Sonntagsgottes- dienstes stellt keinen Gegensatz
zum Alltag dar, sondern die sonntägliche „promissio“ führt unmittelbar zur „missio“, weil sie jedes einzelne Gemeindeglied mit einem bestimmten Auftrag und mit dem
„Rckenwind“ Gottes in die Woche entlässt.
Dass der Gottesdienst „das Herz“ der Jubilategemeinde ist, zeigt sich aber nicht nur im
Sonntagsgottesdienst. Es gibt viele verschiedene Gottesdienste, die dem Sonntagsgottesdienst durchaus gleichwertig sind. Wir denken da an die Abendandacht am Mittwoch, an verschiedene
Orgel- oder Musikgottesdienste, an all unsere gut besuchten Festtagsgottesdienste, an Kinder-, Schul-, Familien- und Lobpreisgottesdienste, an die Kindergarten-Gottesdienste und an alle
Taufen, Trauungen und Trauerfeiern, die in unserer Gemeinde ihren festen Ort und ihre gute Funktion haben.
An keiner Stelle ist die Beziehung zwischen Gott und Mensch so eng wie im Gottesdienst, hat Martin
Luther gesagt. Und zwar, weil hier Gott mit den Menschen durch sein Wort und der Mensch mit Gott durch sein Gebet und seinen Lobgesang redet.
Darin steckt eine wichtige Botschaft: der Gottesdienst läuft nicht so ab, dass der Pfarrer / die
Pfarrerin vorne am Altar eine Gottes- dienstfeier für die Gemeinde „abhält“, sondern Gottesdienst wird nur dann richtig gefeiert, wenn die ganze Gemeinde innerlich wie äußerlich
beteiligt ist, wenn Gottesdienst“besucher“ und Pfarrer gemeinsam feiern.
Dass es in der Jubilategemeinde regelmäßig Prädikantengottes- dienste gibt, dass die musikalische
Gestaltung in den Händen unserer Kantorin liegt und dass Kinder-, Schul-. Familien- und Lobpreisgottesdienste immer im Team vorbereitet werden, hat daher einen guten, ja einen
evangeliumsgemäßen Sinn.
Und schlielich sind wir sehr dankbar, - und auch ein wenig stolz darauf, - dass nicht nur der stets
frische Blumenschmuck in der Jubilatekirche und St. Martin durch fleiige Ehrenamtliche phantasievoll gestaltet wird. Auch der Kirchendienst, der den gesamten Gottesdienst begleitet, ist
Gemeinschaftsarbeit. Vom Stecken der Liedtafel ber die persönliche Begrüßung am Eingang bis hin zu den biblischen Lesungen und dem Einsammeln der Kollekte wird hier ein weiterer
ehrenamtlicher Dienst geleistet, der das „Herz“ der Jubilategemeinde schlagen lässt - und Menschen mit Gott in Beziehung bringt.
Pfr. K. Gruzlewski, Pfrin. B. Hopfmüller,
Vikarin J. Hopf
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