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Dies sind Einträge aus dem Gästebuch einer evangelischen Kirche in Bayern. Sie belegen: Kirchen sind
Orte, die zum gelingenden Leben helfen können - und das nicht nur am Sonntagvormittag während des Gottesdienstes.
„Unsere Kirche ist offen. Treten Sie ein!“ – So wird es deshalb auch ab 1. Oktober 2011
an der Jubilatekirche in Waldperlach und am Gemeindestützpunkt St. Martin in Putzbrunn zu lesen sein. Beide Kirchen sollen in Zukunft an den meisten Wochentagen tagsüber geöffnet sein.
Frage: Reicht es nicht, wenn die Kirche am Sonntag offen hat? Wir - und mit uns der Kirchenvorstand -
meinen, es reicht nicht. Kirchen sind nicht nur für den Gottesdienst da. Eine Kirche ist ein besonderer Raum: ein ausgegrenzter, ein „heiliger“ Raum, ein Raum der Stille, des
langsamen Schrittes, des bewussteren Atmens - inmitten der Hektik des Alltags. Raum für das Betrachten von Architektur und Kunst, insbesondere aber Raum für die Freude und Hoffnung, die
Bedrngnis und Trauer, die Menschen mitbringen, wenn sie der Einladung einer offenen Kirche folgen. Ein Raum, in dem man sich niederlassen kann.
„Unsere Kirche ist offen.“ - Offene Türen und Gastfreundschaft
stehen den Kirchen wohl an. Wer eintritt, muss keine Glaubens- prüfung ablegen, muss nicht fromm sein und muss nicht fürchten, „bekehrt“ zu werden. Es zählt allein das Wort von
Jesus: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken.“ (Matthäus 11,28) Kirchen sollen und wollen ein Schutzraum sein, ein Asyl-Ort, ein Ort zum Aufatmen und Luftholen. Kirchen sind Räume, in denen die iüblichen Antreiber („du musst funktionieren“, „du musst fit sein“, „du musst ..., du musst“) keinen
Anspruch über uns haben. Kirchen sind Räume, in denen wir Mensch sein dürfen, und nicht Rädchen im Getriebe oder Schachfigur in Umstruktu- rierungen. Hier, in der Kirche, gilt allein
Gottes Anspruch, oder -
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